Foto: Johannes Feederle

WILLMAN – Berg (Official Video)

Wenn man mir eine Band präsentiert, die sich quasi gerade erst gegründet hat und als Electro-Pop-Duo angepriesen wird, bei dem sie singt und die Texte schreibt, während er das Schlagzeug spielt und die ganze Bude produziert, werde ich spontan hellhörig. Das sind schließlich Zutaten, die schon so manches Mal derart gut funktioniert haben, dass die zugehörige Band sich zu einem Dauerbrenner nicht nur in meinen Playlists entwickelt hat. Jau, ich denke dabei an Adam is a Girl aus Berlin. Die eben getätigte Beschreibung passt schließlich auch 1:1 auf die zum Trio angewachsene Band, die wir 2013 als großen Wurf feierten und deren Entwicklung seitdem mit großem Interesse verfolgen.

Aber!

Um diese Band geht es gerade gar nicht, viel mehr möchte ich den Blick auf eine spannende Newcomer-Band aus dem schönen Freiburg lenken. Die Rede ist von WILLMAN. Die Band besteht aus Julia Lauber (22) und Felix Birsner (27). Zusammen veröffentlichen sie seit September 2020 jeden Monat einen Song, aufgenommen in einer 4-Zimmer-Wohnung während des Lockdowns und stets mit einem Thema, das dem aktuellen Zeitgeschehen gewidmet ist. Im August soll das Debütalbum „100qm“ nachfolgen und alle 12 bis dahin erschienen Songs beinhalten. Zu den Themen, mit denen sich WILLMAN auseinandersetzen, gehört unter anderem beispielsweise das Thema Alkoholismus. Sicher nicht erst seit der Pandemie ein Problem, dadurch aber vermutlich noch weiter verbreitet.

Der Anspruch, den WILLMAN an ihr Tun legen, umschreiben sie selbst wie folgt: „Mit unserer Musik möchten wir bewegen – sowohl Beine als auch Köpfe. Es gibt so viele Ansatzpunkte, an die man anknüpfen und etwas verändern kann.

Sie tun das mit Musik, die gleichwohl wunderbar warm und handgemacht wirkt als auch mit einem angenehm elektronischen Touch das Ohr der Hörenden umschmeichelt. Will sagen: Mich erinnert das alles mehr an Singer-Songwriter oder Deutsch-Pop-Poeten als an das, was ich persönlich mit Electro-Pop assoziiere, das aber ist meines Erachtens mehr Vorteil als alles andere. Zumal die dezenten elektronischen Spurenelemente nicht von der Hand zu weisen sind und das Gesamtklangbild gelungen abrunden.

Aktuellste Single ist „Berg“ und, man ahnt es bereits, auch hier gehen WILLMAN einem Thema nach, dass Beliebigkeit gekonnt umschifft: „Dabei geht es um Selbstliebe und um das Wege verlassen. Sich selbst lieben bedeutet nicht sich immer gut zu finden, es bedeutet auch an sich wachsen zu können, Wege zu verlassen und immer wieder neue zu finden“, werden sie dazu zitiert. Ein Video gibt es dazu auch; wir haben es nachfolgend für Euch eingebunden. Abschließend bleibt festzuhalten: Die Zutaten, aus denen WILLMAN ihre Musik köcheln, haben schon oft funktioniert und zu wirklich erstaunlichen Ergebnissen geführt. Und ich habe wirklich keinen Grund anzunehmen, dass es bei diesem Freiburger Duo anders sein könnte. Hätten wir hier so etwas wie eine „Artists to Watch in 2021“-Liste – WILLMAN wären eindeutig mit dabei.

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