Foto: Daniela Fischer Photoart

Fountain of Destiny: Blutengel veröffentlichen Mitte März ein Album voller 80er-Jahre-Coversongs

Die Zeitreise geht weiter

Dass sich Blutengel allgemein und Chris Pohl an Klassikern der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts abarbeiten, ist keine neue Modeerscheinung. Wenn ich mich nicht gerade sehr irre, reichen diese meines Erachtens sehr hörbaren weil sehr gelungenen Anwandlungen zurück bis zur „The Oxidising Angel“-EP aus dem Jahre 2005. Dort befand sich mit „Cry Little Sister“ eine Coverversion, dessen Original aus dem Jahr 1987 und von Gerard McMann stammt und das vor allem dadurch zu Weltruhm gelangte, dass es im Film „The Lost Boys“ verwendet wurde, für den das Stück auch geschrieben wurde. In der jüngeren Vergangenheit waren es vor allem die „Demons Of The Past“-EP (als Begleitung zum Album „Un:Gott“) sowie Chris Pohls Solo-Projekt She Hates Emotion, mit welchem er zwar keine Songs der 80er coverte, dafür aber auf dem Debüt „Melancholic Maniac“ welche just in genau diesem Stil präsentierte.

Corona, Lockdown und was weiß ich nicht noch alles hin oder her: am 12. März erscheint ein neues Album der Berliner Düster-Popper, das „Fountain of Destiny“ getauft wurde. Und, um den Kreis zu schließen, einmal mehr Coversongs diverser Hits der 80er bieten wird. So das nahezu ausschließlich. Haus- und Hoflabel Out of Line lässt diesbezüglich wissen:

Blutengel widmen sich erneut den Achtzigerjahren und präsentieren auf dem kommenden Album „Fountain of Destiny“ zehn kultige Songs aus diesem musikalisch prägenden Jahrzehnt in einem ganz eigenen Gewand. Blutengel gelingt dabei der imposante Spagat, respektvoll die ursprüngliche Essenz des Stücks beizubehalten und dabei jedem Track eine ganz eigene Note zu verleihen. Darüber hinaus kommen noch zwei brandneue Blutengel-Songs als Bonus-Tracks dazu, die sich vollendet in das neue Album „Fountain of Destiny“ einfügen. 

Die Coversongs wurden handverlesen von Chris Pohl und Ulrike Goldmann und sind jene Tracks, „die mir aus heutiger Sicht nicht von dieser Welt zu sein schienen“, erklärt Chris mit diesem gewissen Funkeln in den Augen, das man nur beim Hören von Achtzigerjahre-Musik bekommt, „wir haben gemeinsam überlegt, welche Songs wir covern wollen. Natürlich hatte ich gleich eine lange Liste :-). Ulli ist ja erst in den 80ern geboren, liebt diese Zeit aber trotzdem.“ 

Als ersten Vorgeschmack wurde „Nobody’s Diary“ ausgekoppelt, im Original von Yazoo und inzwischen drölfzig Mal gecovert. Irgendwas muss an diesem Lied dran sein, dass sich immer wieder Musiker:innen dazu berufen fühlen, ebenfalls ein Cover davon zu machen. Ich muss sagen, die Version von Blutengel gefällt mir tatsächlich ziemlich gut. Hört mal rein:

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Auch dazu liefert Out of Line ein Statement der Macher direkt mit:

„Den Song von Heart wollte sie unbedingt machen und ich wollte unbedingt, dass sie was von Yazoo singt! Da wir mit Terminal Choice bereits „Don‘t go“ gecovered haben, war der nächste große Hit für mich „Nobody´s Diary“. Ulli war gleich begeistert, da sie Alison Moyet als Sängerin sehr schätzt. Und Ulli’s Stimme passt suuuper zu dem Song! Als ich Ulli dann sagte, dass wir diese Nummer als erstes auskoppeln, war sie gleich völlig aus dem Häuschen ;-).“

Die „Demons Of The Past“-EP, dieser Song hier sowie ein Blick auf die Tracklist lassen mich zu folgender Erkenntnis kommen: Ich hab definitiv Bock auf das neue Album. Unbeschwerte Pop-Songs der 80er, gerne auch im Blutengel-Gewand, sind genau das, was ich in diesem Corona-Winter gebrauchen kann, um gute Laune zu bekommen. Dass Blutengel nun aber zu einer reinen 80er-Coverband verkommen, ist wohl dennoch nicht zu befürchten. Lasst mich gerne wissen, was Ihr davon haltet.

Erscheinungsdatum
12. März 2021
BAND/KÜNSTLER:IN
Blutengel
ALBUM
Fountain Of Destiny
LABEL
Out of Line
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